Formaldehyd-Lösung – macht Gewebeproben haltbar und ist mit Vorsicht zu behandeln

Formaldehyd zählt zu den bedeutendsten organischen Grundstoffen der chemischen Industrie. Es kommt unter anderem als Desinfektionsmittel, zur Sterilisation von keimfreien Geräten aber auch in der Kosmetik und Textilveredelung zum Einsatz. Zudem dient die Allzweckchemikalie unter anderem der Herstellung von Binde- und Düngemitteln, Klebstoffen, Konservierungsmitteln und Sprengstoff.

Als in der Regel 4 bis 8 prozentige Formaldehydlösung eignet sich der nicht ganz ungefährliche Tausendsassa optimal zur dauerhalten Fixierung und Haltbarmachung von Gewebeproben. Aus diesem Grund kommt das so genannte Formalin vielfach in Krankenhäusern und Pathologien zum Einsatz. Warum? Weil zur mikroskopischen Untersuchung und Aufbereitung, also für das Verfahren der Histotechnik, die Gewebe und Gewebeproben „frisch“ sein müssen, um verwertbare Ergebnisse zu erzielen. Um anatomische oder biologische Gewebeproben, Präparate sowie auch Leichen haltbar zu machen, eignet sich das Fixierungsmittel Formaldehyd also ausgezeichnet.

Toxische Wirkung – neue Einstufung laut EU-Verordnung seit 1. April 2015

Mit dem Anhang VI der Verordnung 2008/1272/EG über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen ist Formaldehyd seit dem 1. April 2015 nun offiziell „wahrscheinlich karzinogen beim Menschen“ VERORDNUNG (EU) Nr. 605/2014 DER KOMMISSION.

Da Formaldehyd auch in bereits geringer Konzentration zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Augen- und Hautreizungen, Atemwegsbeschwerden, Allergien und Konzentrationsstörungen führen kann, ist die säuerlich-stechend riechende, gasförmige Substanz Formaldehyd in jeder Form mit höchster Vorsicht zu verwenden und zu verwerten.

Qualitätsmanagement bei der Formaldehyd-Abfüllung – unser Garant für Sicherheit

Als Abfüller von Formaldehyd für den Einsatz in Medizin und Haushalt sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Deshalb sind alle Formaldehyd-Produkte von SAV LP CE-zertifiziert und erfüllen die Richtlinie 93/42/EWG für Medizinprodukte. Unsere Formaldehydlösung erfüllen in den unterschiedlichsten Konzentrationen stets die gängigen Richtlinien für Sterilisationsgeräte.

Darüber hinaus verfügen wir seit 2008 über das Zertifikat zur DIN EN ISO 13485, welches die Erfüllung der hohen gesetzlichen Anforderungen an unsere Medizinprodukte sowie den hohen Stellenwert des Qualitätsmanagements in unserem Unternehmen und unserer Produktion bestätigt.

Für Ihre Forschungs-oder für Ihre Analysezwecke erhalten Sie Formaldehyd bzw. Formaldehyd-Lösungen in dafür erforderlichen Mengen ab 1 ml über 1000 ml PP-Infusionsflaschen, Spezialbeutel oder 5l Kanistern bis hin zum 1.000-L-Pallettentank.

zurück zur Übersicht

Do, 18.06.2015